Gold für Bremen

Das Goldteam AVALON

Team AVALON in der Maritimen Explorationshalle des DFKI Robotics Innovation Centers mit den Systemen AVALON und Dagon: Hintere Reihe: Sascha Arnold, Tim Lehr, Fabio Zachert. Vordere Reihe: Martin Jirikowski, Matthias Goldhoorn, Niklas Pech, Christian Clausen. Nicht im Bild: Dr. Jakob Schwendner. (DFKI GmbH / Foto: MalteEllberg)

Gratulation dem Bremer Goldteam! Das Studententeam der Arbeitsgruppe Robotik der Universität Bremen und des DFKI Robotics Innovation Centers gewannen mit ihrem Unterwasserfahrzeug Avalon bei der „Student Autonomous Underwater Challenge – Europe“ (SAUC-E) im italienischen La Spezia. Die Bremer teilen sich bei der neunten Austragung der SAUC-E den ersten Platz mit dem Team SAUC‘ISSE des Ecole d‘ingénieurs et centre de recherche (ENSTA) aus der Bretagne. In einem spannenden Wettbewerb setzten sich die Bremer gegen weitere Teams aus Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich durch. Zu den Herausforderungen gehörten in diesem Jahr unter anderem das Inspizieren und Kartographieren von Unterwasserstrukturen sowie das Auffinden von Schadstellen an einer Hafenwand und die Kooperation mit einem autonomen Fahrzeug an der Wasseroberfläche (ASV – Autonomous Surface Vehicle). Wissenschaftler der Universität Bremen und des Robotics Innovation Centers betreuten die Bremer Studierenden unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Kirchner.

Kleine Helfer im Scheinwerferlicht

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Pia Kegler und Hauke Schwieder (Foto: ZMT)

Gratulation den Bremer Wissenschaftlern Pia Kegler und Hauke Schwinder! Das Magazin GEO fördert ihr Projekt „Kleine Helfer im Scheinwerferlicht – Bakterien als Platzeinweiser im Riff“ in Zusammenarbeit mit „Sciencestarter“, der ersten

Crowdfunding-Plattform für die Forschung. Bei der Bewerbung um ein Expeditionsstipendium des Magazins GEO wählte eine Jury das Projekt aus 150 eingegangenen Vorschlägen mit zu den besten fünf. Die Bremer dürfen sich über eine Anschubfinanzierung des Magazins GEO über 500 Euro freuen. Ihr Projekt ist jetzt bei „Sciencestarter“ in die Finanzierungsphase gestartet.

Pia Kegler und Hauke Schwinder wollen die Rolle von Bakterien bei der Ansiedlung der Larven von Steinkorallen untersuchen. Die beiden Doktoranden am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie möchten herausfinden, ob lokale menschliche Einflüsse wie die Verschmutzung tropischer Küstengebiete mit Abwässern oder globale Veränderungen wie steigende Wassertemperaturen die Bakteriengemeinschaften und damit die Ansiedlung der Larven beeinträchtigen. „Unser Projekt kann direkt dazu beitragen, Schutzmaßnahmen effektiver zu gestalten“, erklärt Pia Kegler. „Wir möchten den Riffen eine Chance geben, sich selbst zu helfen.“

So planen die beiden engagierten Bremer Wissenschaftler, mit modernsten molekularbiologischen Methoden und einer innovativen Technik, die die Larven mittels Fluoreszenz sichtbar macht, den Ansiedlungsprozess an zwei sehr unterschiedlichen Standorten in Indonesien zu untersuchen. „Unsere Ergebnisse könnten zur Identifikation geeigneter Schutzgebiete dienen, um die faszinierende Unterwasserwelt als Existenzgrundlage für die lokale Bevölkerung und den Ökotourismus zu erhalten“, unterstreicht Hauke Schwieder ihr Vorhaben.

Mehr über das Projekt erfahrt ihr auch im Clip:

 

 

Kennt ihr CASSANDRA?

Hinter CASSANDRA (Common Assessment and Analysis of Risk in Global Supply Chains) steckt das im Frühsommer erfolgreich abgeschlossene Forschungsprojekt des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL). Die ForscherInnen des ISL haben gemeinsam mit 25 Partnern aus zehn verschiedenen europäischen Ländern ein neues Data Sharing Konzept entwickelt, dass durch eine optimierte Sichtbarkeit für eine erhöhte Sicherheit der Containerschiffe in der internationalen Gewässern sorgt.

Die wichtigste Innovation des Projekts stellt in diesem Zusammenhang die Entwicklung einer Data Pipeline für den Austausch von Informationen entlang der Lieferkette dar, um eine offene, flexible und standardisierte Kommunikation zu ermöglichen. Darüber hinaus wurden Dashboards zur Unterstützung von Unternehmen und Zoll hinsichtlich Risikomanagement und Transparenz in den Lieferketten implementiert.

Ein weiterer wichtiger Baustein in CASSANDRA ist das Huckepackprinzip. Im Rahmen des Risikomanagements können Unternehmen Supply Chain Daten teilen, während dieselben Daten seitens staatlicher Stellen optimal wiederverwendet werden können. Die bestehenden Datenleitungen und Datenwege wurden in sogenannten Living Labs exemplarisch für die drei globalen Handelsrouten China-Europa, Europa-USA und Europa-Afrika untersucht. Im Living Lab Europa-USA analysierte das ISL beispielsweise gemeinsam mit dem Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen und der dbh Logistics IT AG den Datenverkehr auf dem Containerterminal Bremerhaven.

Einen Einblick in das spannende ISL-Forschungsprojekt bietet euch der CASSANDRA-Clip:

 

 

 

 

 

Fortschritt im Kampf gegen Krebs

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Die drei Gründerinnen von MiRdetect: Inga Flor, Dr. Nina Winter und Kerstin Lucht-Hübner
(Foto: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH/S. Fröhlich)

Wie erfolgreich die Bremer Wissenschaft ist, zeigt die Arbeit von Inga Flor, Dr. Nina Winter und Kerstin Lucht-Hübner. Die drei Bremer Wissenschaftlerinnen vom Zentrum für Humangenetik an der Universität Bremen tüfteln zurzeit an einem Bluttest, der die Nachsorge für Hodenkrebspatienten deutlich erleichtern wird. Mit ihrem Tumormarker könnten sie die Krebsforschung revolutionieren.

Mehr über das „miRdetect“-Team und ihr Projekt lest ihr bei BREMEN wissenswert.