Wie klingt Bremen?

Logo des Projektes Stadtklang Wissenschaftsjahr 2015

Wie klingt Bremen? Fotoquelle: BMBF/Wissenschaftsjahr 2015

Bremen ist die zehntgrößte Stadt Deutschlands und mit seinen rund 550.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Großstadt mit vielen alltäglichen wie außergewöhnlichen und überraschenden Geräuschkulissen. Welche das sind, könnt ihr selber auf der Klangkarte des Projektes „Stadtklang“ kenntlich machen. Jeder der Lust hat, kann mitmachen. Fangt die Geräuschkulisse unserer Stadt ein und teilt sie mit anderen. Macht Bremen hörbar!

Heute sind es nur Geräusche, bald vielleicht schon mehr Lebensqualität

Ob es die laut gackernden Gänse aus Bremen sind, der Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt oder das Möwengeschrei von Wiek – so langsam füllt sich die Klangkarte. Als Projekt des Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt  geht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Wissenschaft im Dialog gGmbH ( WiD) auf Geräuschfang in Deutschland. Dahinter steckt eine uns allen zu Gute kommende Absicht: Die Geräusche der Stadt beeinflussen die Lebensqualität der Einwohner in der Stadt. Durch das bewusste Wahrnehmen der Klänge können gezielt Maßnahmen für die Steigerung des Wohlbefindens in der Stadt ergriffen werden.

Ihr möchtet mitmachen? So geht’s:

Auf dem Handy einfach die Geräusche aus Bremen aufnehmen und die Audio- oder Videodatei speichern. Mit dem Formular auf der Stadtklang 2015-Seite hochladen und die eigene E-Mail Adresse beifügen. Über die E-Mail Adresse wird ein Aktivierungslink verschickt mit dem man den eigenen Klang auf der Karte positionieren kann. Auf der Karte sucht der Benutzer eine transparente Kachel des eigenen Standortes aus, um seinen Stadtklang hochzuladen.
Dann gibt es nur noch eines zu tun: Die Geräusche aus Bremen anhören und mit Freunden auf Facebook, Twitter und Google+ teilen.

Das Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt

Der Wettbewerb für das Wissenschaftsjahr wird vom BMBF seit 2000 einmal jährlich für Kommunen ausgeschrieben. 2015 steht ganz im Zeichen des nachhaltigen Stadtlebens. Neue Konzepte zur Mobilität, Technologien und Formen des Wohnens und Arbeitens werden gesucht. Bürgerinnen und Bürger gehen auf Tuchfühlung mit der Wissenschaft und sind willkommen sich bei den Aktionen zu beteiligen.

Bremens Sensorforschung auf dem Vormarsch

Zwei Männer sitzen am Schreibtisch und schauen auf den PC-Bildschirm. Foto Kai Uwe Bohn - Uni Bremen

Henning Paul (links) und Reiner Jedermann arbeiten an neuen Sensornetzwerken. Fotoquelle: Kai-Uwe-Bohn, Uni Bremen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Institut für Nachrichten- und Elektrotechnik (ANT) und dem Institut für Mikrosensoren (IMSAS)  der Universität Bremen erforschen die Entwicklung von neuen Sensornetzwerken. Seit vier Jahren arbeiten die Wissenschaftler gemeinsam an diesem Projekt, welches die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert.

Bisher zeigt sich die Technologie anfällig, wenn Sensoren im Netzwerk oder an der zentralen Stelle ausfallen. Aus diesem Grund arbeiten Dr.-Ing. Henning Paul aus dem ANT und Dr.-Ing. Reiner Jedermann vom IMSAS an einer dreidimensionalen Karte der Informations-verteilung durch Kommunikation der Knoten untereinander. Wenn zentrale Sensoren ausfallen würden, könnten somit Nachbar-knotenpunkte für sie einspringen. Ziel ist es, die Sensoren robuster und unabhängiger vom Zentrum des Netzwerkes zu machen. Die Sensoren sollen in Zukunft selbst Werte berechnen und sich diese Informationen gegenseitig zusenden. Am Ende soll jeder Knotenpunkt das vollständige Bild haben.

Wofür brauchen wir eigentlich Sensoren?

Sensoren funktionieren wie elektronische Sinne. Sie messen Druck und Temperaturen, können Gase in der Luft erfassen, spüren Erschütterungen und stellen Feuchtigkeit fest.
Die elektronischen Sinne werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Forscherinnen und Forscher probieren Sensoren als Frühwarnsysteme auf dem Meeresboden aus, um vor zukünftigen Tsunamis zu warnen. Ein System aus Sensoren überwacht rutschgefährdete Berghänge in Österreich.
Dr.-Ing. Henning Paul sieht darüber hinaus den Einsatz der Sensornetzwerke in Wohnungen von Seniorinnen und Senioren vor. „In unserer alternden Gesellschaft werden solche Sensornetzwerke dafür sorgen, dass Senioren bis ins hohe Alter selbstbestimmt zu Hause leben können. Wenn etwas passiert, erkennt das Netzwerk den Zwischenfall und ruft selbsttätig Hilfe herbei“ erklärt Paul in dem Magazin „highlights“ (Ausgabe Nr. 31/Juli 2015). Die Sensoren messen nicht nur Blutdruck, Temperatur oder Puls, sondern erkennen selbst Erschütterungen, falls ein Mensch womöglich gestürzt ist und auf dem Boden liegt.

Der „Intelligente Container“ – ein weiteres erfolgreiches Projekt

Gestapelte Kartons mit Bananen. Foto Reiner Jedermann - Uni Bremen

Der Intelligente Container. Fotoquelle: Reiner Jedermann, Uni Bremen

Von 2004 bis 2013 arbeitete das IMSAS und das ANT zusammen mit sechs weiteren Forschungsinstituten und siebzehn Firmen an dem Projekt „Der Intelligente Container“. Im „Intelligenten Container“ befinden sich anstatt der üblichen zwei, zwölf Fühler zur Temperaturmessung der Kühlung beim Transport von Früchten aus Übersee. Die Ladung kann somit per Satellit überwacht werden. Weniger Verluste beim Transport und höhere Qualität für den Käufer sind die Folgen. Im Idealfall können reife Früchte zuerst verkauft werden, die während der Fahrt den höchsten Reifegrad erreicht haben.
Mehr zur Sensorik lest ihr auf BREMEN wissenswert. Wir stellen euch das Unternehmen sensOsurf vor.

Die Arktis bei Nacht

Wenn ihr die Sternschnuppen in dieser Woche leider verpasst habt, dann schaut euch doch diese wunderschöne Polarnacht im Video an! Im Video von Jens-Peter Biethan seht ihr die Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts.


PS: Schaltet den Vollbildmodus ein und unbedingt das Licht aus! Dann könnt ihr die vielen Sterne besser sehen!

Im Labor der Uni Bremen

Der Bremer Robotik-Forscher Michael Beetz und sein Team vom Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) sind stolz auf ihren Schützling: PR2 – ein Personal Robot in zweiter Generation – aus dem Labor des TZI kann Popcorn machen.

Ein Roboter macht Popcorn: Der Roboter PR2 im neuen Forschungslabor des Technologie-Zentrums Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universitaet Bremen schuettet fertiges Popcorn auf einen Teller.

Noch macht PR2 Popcorn. Doch an der Universität Bremen erforschen Robotiker wie „Personal Robots“ leichte Aufgaben im Alltag sicher und zuverlässig übernehmen können. Foto: Pressedienst Bremen

So einfach das klingt, so komplex ist das Verfahren dahinter und umso zukunftsweisender das Potenzial! Die Wissenschaftler des TZI bereiten PR2 an der Uni Bremen auf weitere Aufgaben im Haushalt oder in Laboren vor. Damit könnte PR2 in Zukunft älteren Menschen im Haushalt zur Hand gehen oder auch chemische Proben im Labor untersuchen.

Weitere Infos zu PR2 bekommt ihr bei BREMEN wissenswert.