Citizen Science – alle können forschen!

Kategorie: Blog | 6. April 2016

Logo des Forums Bürger schaffen Wissen. Die Citizen Science Plattform

Quelle: Wissenschaft im Dialog gGmbH

Citizen Science oder Bürgerwissenschaft, so nennt sich das aktive Engagement von Bürgerinnen und Bürgern in der Forschung. Das Projekt „Bürger schaffen Wissen“ bietet mit ihrer Online-Plattform und einem neu erarbeiteten Leitfaden eine wichtige und zukunftsweisende Basis für Citizen Science in Deutschland.

 

Partizipation der Wissenschaft

Ihr müsst nicht hauptberuflich im wissenschaftlichen Umfeld unterwegs sein, um euch an Forschungsprojekten zu beteiligen: Bei Citizen Science haben ALLE Interessierten die Möglichkeit, aktiv an wissenschaftlichen Prozessen und Erkenntnissen teilzuhaben. Dies gelingt durch die Vernetzung von Bürgerinnen und Bürgern mit wissenschaftlichen Institutionen.

Eine häufige Aufgabe der BürgerwissenschaftlerInnen ist die Erhebung von Daten: Grabsteinefotografieren, Wasserproben nehmen, Gartenvögel beobachten.Je nach Projekt kann die ehrenamtliche Tätigkeit aber auch über das Sammeln hinausgehen. Häufig werten die HobbyforscherInnen relevante Daten aus oder formulieren eigene wissenschaftliche Fragestellungen. Die Kommunikation zwischen Ehrenamtlichen und den wissenschaftlichen Institutionen ist hierbei Voraussetzung.

Online-Plattform: von African Plants bis Zeean

Das Forum Bürger schaffen Wissen bündelt die aktuellen Projekte und hilft zu vernetzen. Über 60 Projekte in ganz Deutschland lassen sich bereits auf der Website entdecken. Thematisch erstrecken sie sich von dem Bestimmungswerkzeug und Fotoarchiv „African Plants“ bis zum Projekt „Zeean“, der Schaffung einer Datenbank, die alle nationalen und internationalen Handels-, Waren- und Dienstleistungsströme der Weltwirtschaft erfasst. Übersichtlich bekommt ihr auf Bürger schaffen Wissen Informationen zum Zeitraum des jeweiligen Projekts und den verantwortlichen Institutionen. Ihr erfahrt, wie ihr helfen könnt und was Ziel des jeweiligen Forschungsprojektes ist.

Ob analog oder digital – die Sicherung von Informationen ist vielfältig. Die Daten können durch reines Zählen oder Kartographieren erfasst werden. Meist helfen jedoch kostenlose Smartphone-Apps, QR-Codes oder mobile Sensoren den Wissenschaftsbegeisterten. Sie leiten die relevante Daten und Informationen direkt an Datenbanken weiter.

Junge Familie sammelt Proben am Strand für MyOSD

Von jung bis alt: Bei Citizen Science können alle bei der Datenerhebung helfen. Hier das Projekt MyOSD | Quelle: Petra ten Hoopen

Das Grünbuch – Strategie für 2020

Im März hat Bürger schaffen Wissen das Grünbuch „Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland“ vorgestellt. Der Leitfaden zeigt, wie WissenschaftlerInnen und Ehrenamtliche voneinander profitieren können. Da die Forschung langfristig von bürgerschaftlichem Engagement getragen werde, strebt das Forum unter anderem Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Ehrenamtlichen und Forschenden an. Ebenso soll ein Diskurs über ethische und rechtliche Fragen angestoßen werden.

Citizen Science in Bremen

Auch das Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie ist gemeinsam mit der Jacobs University und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf der Citizen Science Plattform vertreten. Das Projekt MyOSD – Ocean Sampling Day befasst sich mit der Erforschung von Mikroorganismen. Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 „Meere und Ozeane“ widmet sich MyOSD in diesem Jahr deutschen Gewässern: der Nord- und Ostsee sowie den Flüssen, die in diese beiden Meere münden.

Sei Teil der Forschung!

So werdet ihr in der Bürgerforschung von MyOSD aktiv: Mit Hilfe eines MyOSD Sampling Kits sammelt ihr Wasserproben und Mikroorganismen und wertet hierfür relevante Daten selber aus. Wie das funktioniert, erfahrt ihr direkt auf der Webseite von MyOSD. Gesammelt wird am 21. Juni 2016. Save the date!

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