Platz eins für die Bildreportage eines Bremers

Seit elf Jahren gibt es bereits den „deutschen preis für wissenschaftsfotografie“. Er wird jedes Jahr von der Zeitschrift „bild der wissenschaft“, in der die

Die Ausstellung im Haus der Wissenschaft zeigt fotografische Aufnahmen der drei Preisträger Anita Reinsch, Tom Vierus und Volker Steger. Foto: WFB/Meike Rotermund

Die Ausstellung im Haus der Wissenschaft zeigt fotografische Aufnahmen der drei Preisträger Anita Reinsch, Tom Vierus und Volker Steger. Foto: WFB

Fotografien auch veröffentlicht werden, und dem Düsseldorfer Pressebüro Brendel in drei Kategorien vergeben. Der Wettbewerb richtet sich an FotografInnen, die aktuelle Forschung und Technologie ansprechend und ungewöhnlich in Szene setzen. Die diesjährige Preisverleihung fand zum wiederholten Male in Bremen im Haus der Wissenschaft statt. Eine sehenswerte Ausstellung  zeigt die Aufnahmen der Preisträger des aktuellen Jahres wie auch eine Auswahl aus dem Vorjahr noch bis zum 26. Januar 2017. Der Eintritt ist kostenfrei.

 

Preise in drei Kategorien

Volker Steger erläutert im Rahmen der Preisverleihung wie seine Aufnahme aus 40 Einzelbildern entstanden ist. Foto: WFB/Meike Rotermund

Volker Steger erläutert im Rahmen der Preisverleihung wie seine Aufnahme aus 40 Einzelbildern entstanden ist. Foto: WFB

In diesem Jahr geht der Preis für das Einzelbild an Volker Steger aus München. Seine Aufnahme verbindet 40 Einzelaufnahmen und verbildlicht modernste Diagnosetechnik. In der Kategorie Mikro-/Makrofotografie hat Anita Reinsch überzeugt: Ihre Aufnahmen von Blüten und Pollen entstanden unter dem Elektronenrastermikroskop und muten wie Gemälde alter Meister an. Der Bremer Master-Absolvent und Haiforscher Tom Vierus hat mit seiner eindrucksvollen Bildreportage in der dritten gleichnamigen Kategorie Platz eins belegt.

 

Zu Besuch in der Kinderstube der Haie

Tom Vierus forschte sieben Monate auf den Fidschi Inseln im Rahmen seiner Masterarbeit am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen. Auf den Inseln untersuchte er Junghaie unterschiedlicher Arten, die in den Flussmündungen leben. Seine Arbeit hat er in sechs beeindruckenden Aufnahmen dokumentiert. Sie spiegeln den Fang, die Messung und Untersuchung sowie das Versehen mit einem Sender und das Aussetzen eines kleinen Hammerhaies wieder.

 

Die Faszination für Haie begeistert Vierus seit 2012

Tom Vierus gewinnt den Preis in der Kategorie Bildreportage. Foto: WFB/Meike Rotermund

Tom Vierus gewinnt den Preis in der Kategorie Bildreportage. Foto: WFB

Der Bremer freut sich sehr über den Preis. Verbindet er damit die Hoffnung, dass verstärkt Aufmerksamkeit auf die Haie fällt. Ist sein Anliegen doch der Schutz der Haie. „Jedes Jahr werden 100 Millionen Haie getötet, Dagegen sterben nur wenige Menschen durch Haie. Der Mensch ist viel gefährlicher für den Hai als umgekehrt“, sagt Tom Vierus.

Tom Vierus ist von Haien fasziniert, seit er bei einem Floridaaufenthalt vor einigen Jahren zufällig erstmals einem Hai begegnete. Seitdem widmet er seine Forschung diesen Tieren.

Ein Spagat zwischen der Wissenschaft und der Fotografie

Tom Vierus ist nicht nur Wissenschaftler, sondern auch begeisterter Fotograf. Seine Fotos dokumentieren seine Leidenschaft auf beeindruckende Weise und so kündigt der Fotograf auch an: „Das Preisgeld geht in eine neue Kamera.“

Und ihr dürft gespannt sein: Das Porträt zu Tom Vierus findet ihr hier.